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Technik der indirekten Blutdruckmessung nach
Riva-Rocci
Zur Messung wird eine Manschette um den Oberarm des Probanden gelegt
und dann rasch auf einen voraussichtlich über dem systolischen Druck
liegenden Wert aufgepumpt, wodurch die A. brachialis vollständig
komprimiert wird. Der Manschettendruck wird nun langsam
(2-3mmHg/s) abgelassen. Wird der systolische Druck
unterschritten, läßt sich bei jedem Puls ein kurzes, scharfes Geräusch
auskultieren, welches durch die Turbulenzen des stoßweise durch die
komprimierte Stelle durchtretenden Blutes verursacht wird. Man
verwendet dazu die Glockenseite des Stethoskops und nicht die
Membranseite.
Läßt man den Manschettendruck weiter absinken, verstärkt sich das
Geräusch zunächst und bleibt dann konstant laut. Es kann in
Ausnahmefällen auch vorübergehend völlig verschwinden
(Auskultatorische Lücke), um dann erneut zuzunehmen. Wird das Geräusch
bei weiter sinkendem Manschettendruck plötzlich dumpfer und schnell
leise, ist der diastolische Druckwert erreicht. Genau
genommen liegt der diastolische Wert wahrscheinlich schon beim
Übergang zu den gedämpften Geräuschen und nicht erst beim völligen
Verschwinden der Korotkow-Geräusche vor. Diese Differenz beträgt aber
nur wenige mmHg.
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