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Kreislaufprüfung nach Schellong

Höhe und zeitlicher Verlauf des Blutdrucks in Ruhe und unter verschiedenen Belastungen lassen Aussagen über den Funktionszustand und die Anpassungsfähigkeit des Kreislaufsystems zu.

Zur Erfassung von Störungen der Kreislaufregulation kann man die Kreislaufprüfung nach Schellong verwenden, mit der das Kreislaufverhalten im Vergleich zwischen Liegen und Stehen geprüft wird. Normalerweise kommt es beim Übergang vom Liegen zum Stehen zu einer leichten Abnahme des systolischen Druckes und der Blutdruckamplitude. Da der Druck in den kopfwärtigen Gefäßen und im Sinus caroticus sinkt, kommt es reflektorisch zu einer Erhöhung der Herzfrequenz sowie zu Vasokonstriktion, die sich in einem leichten Anstieg des diastolischen Druckes äußert.

Unter pathologischen Bedingungen kann es im Stehversuch zu einer starken Abnahme des systolischen und diastolischen Blutdrucks, gekoppelt mit einer starken Zunahme der Herzfrequenz kommen (Orthostatischer Kollaps), was zur Bewußtlosigkeit führen kann.



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