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Extremitätenableitungen


  
Abbildung: Extremitätenableitungen nach Einthoven (drei bipolare Ableitungen, I, II, III) und Goldberger (drei unipolare Ableitungen, aVR, aVL und aVF)
\begin{figure}
\centerline{\psfig{file=bipolar.eps,width=0.75\textwidth}}\end{figure}

Die Standardableitungen I, II und III nach Einthoven sind bipolare Ableitungen (siehe Abb. 1), welche zwischen dem rechten und linken Arm und dem linken Bein abgeleitet werden. Bei den unipolaren Ableitungen nach Goldberger aVR, aVL und aVF werden jeweils zwei Extremitätenelektroden zusammengeschaltet, so daß die gedachte Elektrode zwischen diesen beiden realen Elektroden entsteht. Es werden also die Potentialunterschiede zwischen dieser gedachten Elektrode und der dritten beteiligten Extremität gemessen.

Obwohl es sich bei Einthoven und Goldberger um die gleichen Elektroden handelt, kann man durch zwei unterschiedliche Verschaltungen die Anzahl der Ableitungen verdoppeln. Das EKG-Gerät ,,verrechnet`` also die Spannungen der Extremitäten auf zwei unterschiedliche Arten und gewinnt dadurch mehr Projektionsrichtungen.


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