-theorie
Stuke / Porr
17. Juni 1999, 12 Uhr c.t.
Die Theorie der nichtlinearen Systeme.
Wachstum einer Population ohne limitierende Faktoren:
Wachstum einer Population mit limitierendem Faktor.
| Xn+1 |
= |
 |
(2) |
| Xn+1 |
= |
b Xn - b Xn2 |
(3) |
Der Kontrollparameter b entscheidet über die Entwicklung:
Abbildung:
Die Dynamik einer Population in Abhängigkeit
vom Kontrollparameter b: Für jeden Wert von b sind alle
Populationsgrößen auf der y-Achse abgetragen, die in 10000
Generationen auftreten.
 |
- Anfangsbedingungen sind entscheidend für die Entwicklung des
Systems.
- Eine Vorhersage ist (praktisch) nicht möglich.
- Einfachste Regeln stellen komplexeste Muster her.
- Die geringste Änderung von Systemparametern kann das System zu
völlig neuem Verhalten veranlassen und deshalb: das System ist
nicht die Summe seiner Teile.
- Ordnung im Chaos: bestimmte Zustände werden häufiger als andere
angestrebt.
- Selbstähnlichkeit
- Ist unsere Gesellschaft ,,nichtlinear``? Ja!
- Bereits kleine Änderungen in lokalen Regeln können große
Veränderungen hervorrufen (z.B. Börsencrash, Massenhysterien, Frieden
Krieg).
- Der Bezug zur Systemtheorie:
- Einfache lokale Regeln (binärer Code) erzeugen komplexes Systemverhalten
(z.B. Wirtschaftssystem)
- Auf der Ebene von Gesellschaft kann nur Komplexitätstheorie
betrieben werden: die Erfassung des Unwissens über die
Gesellschaft. Auf der Ebene der lokalen Regeln kann beschrieben
werden, wie mit der Unsicherheit umgegangen wird (Strukturen!).
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Nikos Drakos,
Computer Based Learning Unit, University of Leeds.
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1999-06-17